Präsentation der Teilprojekte zur Langen Nacht der Wissenschaften

Die neusten Ereignisse im Bürger*innenforschungsprojekt "Gute Nachbarschaften in Halle (Saale)? Eine Bestandsaufnahme".

Der Startschuss für die Datenerhebungsphase unseres Citizen Science-Projektes „Gute Nachbarschaften“ wurde mit dem Auftaktseminar im Oktober 2018 gegeben. Bürgerforscher*innen und Studierende bildeten gemeinsame Forschungsgruppen und entwickelten eigenständige Forschungsprojekte mit Fragestellungen zu dem Thema unterschiedlicher Wahrnehmungen des Zusammen-, Nebeneinander- oder Getrenntlebens in Halle. Die Forschungsgruppen erkundeten zunächst mit ersten Orts- beziehungsweise Stadtteilbegehungen das Feld. Sie nahmen erste Kontakte in ihrem Forschungsfeld auf und begannen in individuellen und selbstorganisiert das Forschungsfeld genauer unter die Lupe zu nehmen. Trotz anfänglicher Überlegungen und Konzeptionen von Forschungsfragen, zeigte sich häufig erst vor Ort, was für die Anwohner*innen der unterschiedlichen Stadtteile, aber auch für die Forscher*innen relevante Themen, zu den es sich zu Forschen lohnte, sind.

 

Es entstanden so unter dem Projekttitel „Gute Nachbarschaften in Halle - Eine Bestandsaufnahme“ verschiedene kleiner Teilprojekte. Die jeweiligen Forschungsgruppen beschäftigten sich unter anderem mit der Erforschung der Bedeutung öffentlicher Räume für Formen der Begegnung und des Miteinanders auf der Peißnitz, im Welcometreff, im Islamischen Kulturzentrum, im Treff Neustadt, beim Grünen Villa e.V., in Kinder- und Jugendbegegnungsstätten, Sportvereinen in der Silberhöhe sowie die Nachbarschaft rund um die Schlosserstraße. Außerdem wurde eine ethnographische Studie zu rechtsextremen und rechtspopulistischen Schriftzügen im städtischen Raum in der Silberhöhe durchgeführt.

 

Im Rahmen der einzelnen Forschungsprojekte konnten viele spannende Einblicke in unterschiedliche Facetten des Zusammenlebens in der Stadtgesellschaft gegeben werden. Bürgerforscher*innen und Studierende haben dazu Interviews und Gespräche mit Anwohner*innen der Stadtteile geführt, haben an verschiedenen Veranstaltungsformaten in und für diese Nachbarschaften teilgenommen und konnten damit intensive Einblicke in aktuelle Dynamiken des dortigen Zusammenlebens bekommen.

 

Zur Langen Nacht der Wissenschaften, am 05.07.2019, haben die Forschungsgruppen im Rahmen kurzer Präsentationen bereits erste Ergebnisse und Einblicke in die Forschungsprojekte gegeben. Pecha Kucha ist ein schnelles und visuelles Vortragsformat. Das Prinzip ist einfach: 20 Bilder à 20 Sekunden müssen reichen, um eine Botschaft, eine Geschichte oder ein Projekt zu vermitteln. Es wurden damit Impulse gesetzt, die zu einer spannenden und regen Diskussion mit dem Publikum führten.

 

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